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FUNKCOACH RATGEBER · BZF I

BZF I lernen: deutscher und englischer VFR-Sprechfunk

Das BZF I erweitert den Sichtflugfunk um Englisch. Im Funk entscheidet dabei der genaue Inhalt einer Anweisung: Ein verstandener Zahlenwert, eine echte Freigabe und ein passender Readback gehören zusammen.

BZF I verständlich erklärt: Berechtigung, Prüfung, englische Funkpraxis, AIP-Text und der Zusatzweg vom BZF II.

Was erlaubt das BZF I?

Das BZF I berechtigt nach § 2 FlugfunkV zum Sprechfunk bei VFR-Flügen in deutscher und englischer Sprache. Es ist kein Zeugnis für IFR-Funk. Für den Erwerb nennt § 3 ein Mindestalter von 15 Jahren und eine bestandene Prüfung.

Für die tatsächliche Ausübung englischen Flugfunks kann zusätzlich ein gesonderter Nachweis der englischen Sprachkenntnisse erforderlich sein. Die Bundesnetzagentur behandelt diese Language Proficiency getrennt vom Flugfunkzeugnis.

Wissen, Funkpraxis und englischer Text

Die BZF-I-Vollprüfung übernimmt den BZF-II-Kenntnisstoff. Praktisch gehören die funkbezogene Vorbereitung eines VFR-Flugs mit amtlichen Unterlagen und Sprechfunk in Deutsch und Englisch dazu, einschließlich Not- und Dringlichkeitsverfahren.

Hinzu kommt ein englischer Text aus den Luftfahrthandbüchern von etwa 800 Schriftzeichen, der gelesen und mündlich ins Deutsche übertragen wird. Die Verordnung spricht ausdrücklich von Schriftzeichen, nicht von 800 Wörtern.

Wenn du bereits BZF II hast

BZF I ist auch als Zusatzprüfung vom BZF II möglich. Für Inhaber des BZF II entfallen nach Anlage 1 der BZF-I-Kenntnisteil und der deutsche Sprechfunkteil. Der englische Funkteil und die englische Textaufgabe bleiben damit besonders wichtig.

Lerne englische Sprechgruppen als Handlungen: HOLD SHORT erfordert eine konkrete Bestätigung, MONITOR bedeutet Abhören und CONTACT einen Funkkontakt. Eine Landefreigabe darf nicht aus einer bloßen Anflugfortsetzung abgeleitet werden.

Wie FunkCoach den Sprachwechsel üben lässt

Im BZF-I-Lernpfad stehen die gemeinsamen deutschen VFR-Grundlagen und ein eigener englischer Aufbau. Englische Hörübungen, Funkdialoge und Nachsprechtexte trainieren Zahlen, Rufzeichen, Rücklesungen, Rückfragen und besondere Lagen.

Eigene zusammenhängende englische Lesetexte mit deutscher Vergleichsfassung unterstützen die mündliche Übertragung. Sie sind Trainingsmaterial und keine echten AIP-Prüfungstexte. Den amtlichen BZF-Fragenkatalog kannst du über die App im Original öffnen.

Häufige Fragen zum BZF I

Was ist der Unterschied zwischen BZF I und BZF II?

BZF II ist auf deutschsprachigen VFR-Sprechfunk innerhalb Deutschlands begrenzt. BZF I umfasst deutschen und englischen VFR-Sprechfunk. Die BZF-I-Prüfung enthält zusätzlich englischen Funk und eine englische Textaufgabe.

Muss ich für BZF I einen Text mit 800 Wörtern übersetzen?

Nein. FlugfunkV Anlage 1 nennt einen englischen Luftfahrthandbuchtext mit etwa 800 Schriftzeichen. Er wird gelesen und anschließend mündlich ins Deutsche übertragen.

Ersetzt das BZF I den Nachweis der englischen Sprachkenntnisse?

Nein. Die Bundesnetzagentur führt die Language-Proficiency-Prüfung getrennt vom Flugfunkzeugnis. Welche Sprachanforderungen für deinen Flug gelten, ist zusätzlich zu prüfen.

Brauche ich für IFR-Sprechfunk ein BZF I?

Das BZF I berechtigt zum Sprechfunk bei VFR-Flügen. Für deutschen und englischen Sprechfunk bei IFR-Flügen ist das AZF vorgesehen; für seinen Erwerb genügt als Vorzeugnis BZF I oder BZF II.

Was entfällt bei der BZF-I-Zusatzprüfung aus BZF II?

Nach FlugfunkV Anlage 1 entfallen bei Inhabern des BZF II der Kenntnisteil und die praktische Abwicklung des deutschen Sprechfunkverkehrs. Die übrigen Anforderungen der Zusatzprüfung bleiben zu erfüllen.

Amtliche Quellen

Die rechtlichen und prüfungsbezogenen Angaben stützen sich auf diese Originalquellen. Maßgeblich ist jeweils die aktuelle amtliche Fassung.

Quellenstand: 22.10.2026. FunkCoach ergänzt die Ausbildung; unsere Übungsfragen sind selbst formuliert.

Jetzt selbst üben.

Öffne den Lernpfad für BZF I und verbinde die Grundlagen mit Hörübungen, Funksprüchen und Wiederholung.

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